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Nur wenn die engeren Voraussetzungen für eine "steuerliche" Eigentumswohnung erfüllt sind, kam zum Beispiel der Eigentümer in den Genuss der Eigenheimzulage. Von dieser Regelung sind Steuerzahler, die eine von vielen Eigentumswohnungen in einem großen Gebäudekomplex bewohnen, ausgenommen. In diesem Fall wird der zivilrechtliche Begriff, dem des steuerrechtlichen Begriffs gleichgesetzt. Dies liegt an der Abgrenzung der einzelnen Wohnabschnitte. Dies wird jedoch zu einem Problem, wenn in der Grundbucheintragung unterschiedliche Eigentumswohnungen Erwähnung finden, diese aber in Wirklichkeit eine Einheit bilden.

In einem konkreten Beispiel könnten zwei Generationen ein gemeinsames Leben in unterschiedlichen Wohnbereichen anstreben. Trotz der räumlichen Trennung werden Badezimmer und Küche gemeinsam genutzt. Auch der Eingang wird geteilt. Die Wohnungen werden von der jeweiligen Generation selber finanziert und eigenständig im Grundbuch eingetragen. Eine Abgeschlossenheits-Bescheinigung legt darüber Nachweis ab. Trotz dieser Maßnahmen werden beide Wohnungen nicht als Eigentumswohnung deklariert, sondern als gemeinsame Wohnung. Zivilrechtlich liegen jetzt zwei Eigentumswohnungen vor. Diese könnten sogar separat veräußert werden. Aber laut BFH muss noch über die zivilrechtliche Lösung hinaus für beide Parteien ein eigener Eingang, sowie eine bauliche Trennung vorliegen, damit getrennte Eigentumswohnungen "erkennbar" sind. Steuerlich gesehen handelt es sich in diesem Beispiel daher nur um eine Wohnung.

Auch bei generationsübergreifenden Bauen sollte daher auf eine räumliche Trennung geachtet werden, damit die steuerlichen Vorteile genutzt werden können. Die Nutzung eines Flurs mit getrennt abschließbaren Wohnungstüren wäre eine entsprechende Möglichkeit, die mit den Gesetzen konform geht. Ebenfalls möglich ist die alleinige Erbauung von einer Generation mit der kostenlosen Überlassung für die Angehörigen. Sollten die Wohnungstüren in Wirklichkeit fortwährend offen stehen, so liegt steuerrechtlich übrigens kein Unterschied vor. Es gilt in diesem Fall, wie so oft, auf die Feinheiten zu achten.

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